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Zytostatika greifen entarteten Zellen an

So wirken die Arzneimittel der Chemotherapie

Als Zytostatika (Zytos = Zelle; statikos = hemmen) bezeichnet man die bei der Chemotherapie angewendeten Medikamente. Es gibt sehr viele Zytostatika, die auf unterschiedliche Weise entartete Zellen angreifen. Je nach Art ihrer Zusammensetzung bzw. nach ihrem Wirkmechanismus unterscheidet man verschiedene Gruppen. Um dies zu erläutern werden im folgenden einige der am häufigsten angewandten Zytostatika

Beispiele für Zytostatika:

Gruppe Wirkstoff-Beispiel
Alkylantien Treosulfan
Anthrazykline Idarubicin
Antimetabolite Methotrexat
Vinca-Alkaloide Vinorelbin
Taxane Paclitaxel
TP-1-Hemmer Irinotecan

Diese Auflistung ist in keiner Weise vollständig, sie soll nur als Beispiel dienen. Die chemische Bezeichnung (= Wirkstoff oder Substanz) und der Handelsname können gleich sein, aber das ist längst nicht immer der Fall. Auch kann die gleiche Substanz unter verschiedenen Handelsnamen im Handel sein. Die Gruppenbezeichnung bezieht sich auf die Wirkung im Zellstoffwechsel, nähere Erklärungen sind im Rahmen dieser Seiten allerdings nicht möglich.

Man benötigt viele unterschiedliche Medikamente, da die verschiedenen Krebserkrankungen nicht auf alle Stoffe gleich ansprechen, z. B. kann ein Medikament wie Idarubicin, das sehr gut bei Leukämien wirkt, bei einer Erkrankung wie Magenkrebs nur sehr selten Erfolge erzielen. Allerdings wirken die vielen Zytostatika durchaus bei verschiedenen Krebserkrankungen, allerdings eben längst nicht bei allen. Es ist also wichtig, für die Behandlung der Krebserkrankung, die am besten geeigneten Medikamente zu finden.

Eine Chemotherapie kann in der Anwendung eines einzelnen Zytostatikums bestehen. Meistens werden allerdings mehrere Zytostatika miteinander kombiniert, man nennt dies eine Kombinations-Chemotherapie. Die Gabe verschiedener Stoffe mit unterschiedlichem Wirkungsansatz kann oft bessere Erfolge erzielen als ein einzelnes Medikament. Die Kombination verschiedener Medikamente kann verhindern, dass die entarteten Zellen während der Behandlung nicht mehr auf ein bestimmtes Zytostatikum ansprechen, "resistent" werden. Auch kann die Dosis der einzelnen Medikamente dabei niedriger gehalten werden, was die Nebenwirkungen der Chemotherapie verringert. Da die einzelnen Zytostatika unterschiedliche Nebenwirkungen haben, summieren sich diese dann auch nicht.

Zytostatika werden entweder als Infusion oder als Spritze verabreicht. Eine Reihe von Zytostatika gibt es auch als Tablette oder Kapsel, in seltenen Fällen auch als Zäpfchen oder Salbe.

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