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Nebenwirkungen der Chemotherapie

Nebenwirkungen von Anfang an berücksichtigen

Die moderne Chemotherapie hat zweifelsohne die Behandlung bösartiger Erkrankungen erleichtert und verbessert. Manche Krebserkrankungen können geheilt werden, bei anderen bewirkt die Chemotherapie eine deutliche Linderung von Beschwerden und/oder eine Verlängerung der Überlebenszeit. Allerdings ist eine solche Behandlung nicht ohne Nebenwirkungen. Es ist einleuchtend, dass stark wirksame Medikamente auch starke unerwünschte Nebenwirkungen haben können. Entscheidend ist dabei, ob es gelingt ein möglichst günstiges Verhältnis von erwünschter Wirkung zu unerwünschter Nebenwirkung zu erreichen. Dieser sog. "Therapeutische Index" entscheidet letztendlich über den Einsatz jedes Medikaments, besonders natürlich von Zytostatika.

Besonders sorgfältig sind die Nebenwirkungen einer Chemotherapie in Betracht zu ziehen, wenn die Behandlung voraussichtlich nicht zu einer Heilung, sondern nur zu einer zeitlich begrenzten Besserung führen wird. Es wäre ja dem Patienten wenig geholfen, wenn die Besserung krankheitsbedingter Symptome mit behandlungsbedingten Nebenwirkungen, die evtl. schlimmer wären, erkauft würde.

Wenn also die Durchführung einer Chemotherapie mit Ihnen besprochen wird, müssen von Anfang an die möglichen Nebenwirkungen berücksichtigt werden, denn nur so kann eine tragfähige Entscheidung getroffen werden. Auch für die Betroffenen ist es von großer Bedeutung, die zu erwartenden Begleiterscheinungen zu kennen, die regelmäßig bei den betreffenden Medikamenten auftreten.

Dabei ist es sinnvoll zwischen Nebenwirkungen zu unterscheiden, die relativ unabhängig vom jeweiligen Patienten häufig auftreten, und solchen, die eher selten bzw. nur unter besonderen Umständen zu beobachten sind. Bei regelmäßig zu erwartenden Nebenwirkungen, wie z. B. Übelkeit und Erbrechen, ist eine vorbeugende Behandlung notwendig.

Viele Zytostatika haben ähnliche bzw. gleiche Nebenwirkungen, dies kommt daher, dass diese Medikamente auf schnell wachsende also wuchernde Zellen wirken sollen. Da Krebszellen aus körpereigenen Zellen entstanden sind, ist eine gezielte Behandlung ohne Effekt auf normale Zellen kaum möglich; auch andere schnell wachsende Körperzellen werden in Mitleidenschaft gezogen. Dies sind vor allem Zellen der Blutbildung, der Schleimhäute und der Haarbälge sowie die Zellen, aus denen sich die Nägel bilden. Außerdem verursachen viele dieser Medikamente Übelkeit und Erbrechen.

Wir möchten Ihnen im folgenden die wichtigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie beschreiben und erläutern. Sie können natürlich dabei den Eindruck gewinnen, dass es sich um sehr risikoreiche Medikamente, ja "ein wahres Teufelszeug" handelt. In gewisser Hinsicht trifft dies natürlich auch zu. Berücksichtigen Sie jedoch, dass fast alle Nebenwirkungen, die durch Zytostatika bedingt sind, auch bei anderen Medikamenten auftreten können, natürlich nicht so häufig. Und die größte Gefahr sind nicht die Nebenwirkungen an sich, sondern die Unkenntnis der Nebenwirkungen, da fast alle sich bei entsprechender Vorsorge vermeiden bzw. mildern lassen. Dementsprechend sollten nur Ärzte mit ausreichender Erfahrung diese Substanzen einsetzen. Auf diese Art lassen sich die z. T. sehr hilfreichen Wirkungen dieser Medikamente nutzen, ohne all zu großen Schaden anzurichten.

Meldung von Nebenwirkungen

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