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Wann wird eine Chemotherapie eingesetzt?

Wirkung gegen Krebs im ganzen Körper

Immer dann, wenn eine Wirkung im ganzen Körper erforderlich ist, ist bei einer Krebserkrankung eine Chemotherapie angezeigt. Medikamente können sich in allen Organen verteilen und dort ihre Wirkung entfalten. Allerdings gibt es auch bestimmte Bereiche, z.B. das Gehirn, in die nicht alle Zytostatika gelangen. Wenn dies der Fall ist, muss man entweder spezielle Substanzen auswählen, oder besondere Anwendungsarten benutzen, um an dem gewünschten Ort eine Wirkung zu erreichen.

Regelhaft wird die Chemotherapie eingesetzt, wenn an mehreren Stellen des Körpers Metastasen sind, wie es bereits weiter oben erwähnt wurde. Das Ziel einer Chemotherapie ist es, den Tumor am Wachsen zu hemmen, oder sogar die bösartigen Geschwülste zu verkleinern. Im Idealfall kommt es zu einem Verschwinden der Krebsherde, ohne dass diese später wieder auftreten. Allerdings gelingt es nicht immer, dieses Ideal zu erreichen. Unter der Chemotherapie kann es auch nur zu einem teilweisen Rückgang kommen, was allerdings auch regelmäßig zu einer deutlichen Besserung derjenigen Beschwerden führt, die durch die Krebserkrankung bedingt sind.

Manchmal allerdings bilden sich die Herde zwar zurück, treten aber nach längerer oder kürzerer Zeit wieder auf. Manchmal allerdings bleibt die Chemotherapie ohne Erfolg. Der behandelnde Arzt wird die vorgesehene Behandlung mit dem Patienten sorgfältig besprechen und dabei die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der vorgesehenen Chemotherapie erörtern. Dabei werden auch die Nebenwirkungen einer solchen Behandlung zur Sprache kommen müssen.

Eine Chemotherapie wird allerdings auch vorbeugend durchgeführt; nämlich dann, wenn zwar der Ursprungstumor und/oder Metastasen durch Operation/Bestrahlung entfernt werden konnten, aus der Erfahrung heraus jedoch ein relativ großes Risiko besteht, dass bereits an anderer Stelle noch nicht sichtbare Metastasen bestehen. Eine solche Chemotherapie nennt man eine adjuvante (adjuvare = beistehen, helfen) Chemotherapie, da sie die andere Maßnahme wie Operation oder Bestrahlung unterstützt. Sie wird allerdings nicht bei allen Krebserkrankungen durchgeführt.

Eine Chemotherapie kann auch vor einer geplanten Operation, ggf. in Verbindung mit einer Strahlentherapie durchgeführt werden, um die Geschwulst zu verkleinern und so die Operation zu erleichtern.

Ziele einer Chemotherapie:
Tumorrückbildung zum Erreichen der Operationsfähigkeit
Vorbeugen der Entstehung von Tochtergeschwülsten (Metastasen)
Hemmung/Rückbildung eines Tumors oder bösartigen Systemerkrankung

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