www.onkologie.hexal.deHormontherapie bei Krebs
Nebenwirkungen und Behandlungsfolgen
Die Nebenwirkungen,
die während einer Antihormontherapie auftreten können, hängen
sowohl von der Funktion des Hormons, als auch von jeder einzelnen Person
ab. Allerdings sind die Nebenwirkungen nie so stark, wie z.B. bei einer
Chemotherapie.
Bei Entzug der Geschlechtshormone, wie dies z.B. bei der
Behandlung hormonabhängiger Tumore der Brust oder der Prostata der
Fall ist, können Symptome auftreten, wie sie sonst typisch für
Wechseljahrsbeschwerden sind. Mögliche Maßnahmen zur Linderung
der Symptome können mit dem jeweils behandelnden Arzt besprochen
werden.
Durch eine Hormonblockade mit Hilfe von GnRH-Analoga kann es
ebenfalls zu typischen Wechseljahresbeschwerden kommen, da kein Östrogen
mehr gebildet wird, das für diese Symptome verantwortlich ist. Antihormone
sind in der Regel gut verträglich. Dennoch kann das Antiöstrogen
Tamoxifen, das bei Brustkrebs zum Einsatz kommt, als Nebenwirkung die
Entstehung von Thrombosen begünstigen. Außerdem kann es zu
vaginalem Ausfluss oder Blutungen außerhalb der normalen Regelblutung
kommen. Da Tamoxifen an Brustgeweben zwar als Antiöstrogen wirkt,
an anderen Organen aber eine östrogene Wirkung entfaltet, kann es
bei Frauen nach den Wechseljahren zu einem krankhaften Aufbau der Gebärmutterschleimhaut
kommen. Durch regelmäßige Kontrollen beim Frauenarzt können
Veränderungen in der Regel frühzeitig bemerkt und effektiv
behandelt werden.





