www.onkologie.hexal.deBestrahlung bei Krebs
Die Bestrahlung zerstört Krebszellen
Die Bestrahlung (Radiotherapie) ist neben der Chemo- und Antihormontherapie
eine der wichtigsten Methoden zur Behandlung von Krebserkrankungen
wie zum Beispiel Brustkrebs oder Prostatakrebs. Sie wird gezielt auf
den Tumorbereich ausgerichtet, wo sie die DNA der Zellen schädigt
und zum Absterben bringt. Obwohl die Bestrahlung im Gegensatz zur Chemotherapie
nur auf das Tumorgewebe gerichtet ist und sich nicht wie eine Chemotherapie
im ganzen Organismus verteilt, kann es trotzdem zu einigen
Nebenwirkungen der Bestrahlung kommen.
Diese klingen jedoch meist nach Ende der Strahlentherapie wieder ab.
Das Ausmaß der Strahlungswirkung hängt
von verschiedenen Faktoren, beispielsweise dem Sauerstoffgehalt des
Gewebes, ab. Wenn über das Blut dem Gewebe nur eine relativ geringe
Menge an Sauerstoff zugeführt wird, werden weniger Zellen dauerhaft
geschädigt. Die Art der direkten Schädigung ist bei Tumorzellen
und gesunden Zellen ähnlich. Dennoch sterben mehr Tumorzellen
ab, da sich normale Zellen in der Regel mit Hilfe von Reparaturmechanismen
besser von den Schäden erholen können.
Strahlenarten
Man unterscheidet zwei Arten der Strahlen: elektromagnetische Strahlen und Teilchenstrahlen
Elektromagnetische Strahlen
Elektromagnetische Strahlen mit einem sehr hohen Energiegehalt (Ultraröntgenstrahlen, Gammastrahlen)
sind in der Lage, auch tiefer im Körper gelegene Tumoren zu zerstören,
während gleichzeitig oberflächlich gelegene Organe relativ gering belastet werden.
Teilchenstrahlen
Diese Therapie zeichnet sich durch ihre geringe
Eindringtiefe, die innerhalb der Grenzen ihrer Reichweite sehr genau reguliert
werden kann, aus. Sie eignet sich zur Bestrahlung oberflächlich gelegener
Tumoren, tiefer liegende Organe werden dabei sehr gut geschont.
Wo befinden sich die Strahlenquellen bei der Krebstherapie?
Die so genannte perkutane Bestrahlung wird zur Bekämpfung von Krebs am häufigsten eingesetzt. Dabei befindet sich eine Strahlenquelle außerhalb des Körpers und die Strahlung
gelangt durch die Haut und darunter liegendes Gewebe zum Zielort. Eine neuere
Form der Bestrahlung ist die intraoperative Strahlentherapie mit Elektronen.
Der Tumor bzw. Tumorreste werden gezielt bestrahlt, so dass umliegendes Gewebe
weitestgehend geschont wird.
Bei den anderen Techniken werden die Strahler im Körper nahe an
den Tumor gebracht (Brachytherapie). Dabei kann die Strahlenquelle in einen
Hohlraum platziert werden, z.B. in der Speiseröhre (endokavitäre
Bestrahlung) oder die Strahler können in den Tumor eingesetzt werden (interstitielle Bestrahlung).





