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Grundwissen Krebs

Krebsdiagnose

Malignitätsgrad und Staging

Wenn die Diagnose Krebs gestellt wird, möchte der Arzt wissen, welchen Malignitätsgrad der Krebs hat und welches Krankheitsstadium vorliegt, das heißt, wie ausgedehnt die Erkrankung ist. Der Malignitätsgrad ist wichtig, da er Auskunft darüber gibt, wie ähnlich der Krebs normalem Gewebe ist und wie schnell er vermutlich wachsen wird. Tumore mit niedriger Malignität weichen am wenigsten von normalem Gewebe ab und breiten sich langsamer aus als Tumore mit hoher Malignität.

Beim Staging (Bestimmung des Krankheitsstadiums) wird versucht herauszufinden, ob sich der Krebs ausgebreitet hat und falls ja, welche Körperregionen betroffen sind. Das Krebs-Stadium kann entweder zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bestimmt werden oder es sind weitere Untersuchungen notwendig. Zu solchen Untersuchungen gehören auch bildgebende Verfahren: CT, MRT, Ultraschall, IVP, Knochenszintigramm oder Röntgenaufnahmen.

Krebserkrankungen werden in Europa meist nach dem TNM-Schema in folgende Stadien eingeteilt:

Stadium Tis: Stadium Tis wird als Tumor in Situ (auch Carcinoma in situ) bezeichnet.
Stadium I: Stadium I ist ein Frühstadium; das bedeutet, dass der Tumor einen Durchmesser von höchstens 2 cm hat.
Stadium II: In Stadium II hat der Tumor einen Durchmesser von mehr als 2 cm und maximal 5 cm.
Stadium III: Während Stadium III hat der Tumor einen Durchmesser von mehr als 5 cm.
Stadium IV: Stadium IV bezeichnet Krebs mit direkter Ausdehnung auf die Haut, unabhängig von der Größe.
Rezidivierender Krebs: Rezidivierender Krebs ist Krebs, der nach einer Behandlung erneut aufgetreten ist (rezidiviert hat). Dies kann lokal oder in einem anderen Teil des Körpers (z. B. in Knochen, Leber oder Lungen) geschehen.


Krebs-Diagnose - Biopsie

Die Entnahme von Gewebe zur Untersuchung auf Krebszellen wird als Biopsie bezeichnet. In vielen Fällen ist eine Biopsie die einzige zuverlässige Methode um festzustellen, ob tatsächlich Krebs vorliegt.

Gewebeproben können mit verschiedenen Systemen entnommen werden:

Feinnadelaspiration: Dabei wird eine dünne Nadel verwendet, um Flüssigkeit u./o. Zellen aus Hohlräumen des Körpers zu entnehmen. Wenn vermutet wird, dass die Flüssigkeit entartete Zellen enthält, wird sie in ein Labor geschickt, wo ein Pathologe unter einem Mikroskop nach Krebszellen sucht. Wenn die Flüssigkeit klar ist, muss sie u. U. nicht im Labor untersucht werden.
Stanzbiopsie: Dabei wird zur Entnahme von Gewebe eine dicke Nadel verwendet. Ein Pathologe untersucht diese Gewebeprobe auf Krebszellen. Dieses Verfahren wird auch als Nadelbiopsie bezeichnet. Dies führt nicht zu einer Verschleppung von Tumorzellen in den Körper.
Chirurgische Biopsie: Bei einer Inzisionsbiopsie wird chirurgisch eine Probe aus einem Knoten oder einem anomalen Bereich entfernt. Bei einer Exzisionsbiopsie wird der gesamte Knoten oder verdächtige Bezirk herausgenommen. Ein Pathologe untersucht das Gewebe anschließend auf Krebszellen.

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