www.onkologie.hexal.deBlasenkrebs - Nebenwirkungen einer Blasenkrebs-Therapie
Die Nebenwirkungen können bei jedem Patienten unterschiedlich sein
Art und Schweregrad der Nebenwirkungen hängen in erster Linie von der gewählten Krebsbehandlung und ihrem Umfang ab. Sie können bei jedem Patienten unterschiedlich sein und sogar von einer Behandlungsphase zur nächsten voneinander abweichen.
Chirurgische Eingriffe im Zuge einer Therapie gegen Krebs
Die transurethrale Resektion (TUR) verursacht nur wenige Probleme. Manche Patienten haben in den Tagen nach
dem Eingriff Blut im Urin und Beschwerden oder Schmerzen beim Wasserlassen.
Nach einer Operation an der Harnblase, insbesondere nach einer radikalen Zystektomie,
haben die Patienten in den ersten Tagen nach der Operation häufig Schmerzen.
Diese lassen sich jedoch mit Schmerzmitteln beheben. Die Patienten sollten sich
nicht scheuen, mit dem Arzt oder der Krankenschwester über schmerzlindernde
Maßnahmen zu sprechen. Meist fühlen sich die Patienten nach einem Eingriff
auch eine Zeit lang müde oder schwach. Wie rasch sich ein Patient erholt,
ist individuell unterschiedlich.
Nach einer partiellen Zystektomie können die Patienten unter Umständen nicht mehr so viel Urin in ihrer Blase halten. In den meisten Fällen ist
dieses Problem nur vorübergehend, aber bei manchen Patienten kann sich das
Fassungsvermögen der Harnblase langfristig verändern.
Frauen, bei denen eine radikale Zystektomie durchgeführt wurde, können
keine Kinder bekommen, denn dabei wird auch die Gebärmutter entfernt. Weil
danach außerdem die Scheide enger oder kürzer sein kann, kann der Geschlechtsverkehr
schwierig werden.
Früher waren alle Männer nach einer radikalen Zystektomie
impotent,
aber heute kann diese Nebenwirkung dank verbesserter Operationstechnik in den
meisten Fällen vermieden werden. Jedoch produzieren Männer, bei denen
die Prostata und die Samenbläschen entfernt wurden, keinen Samen mehr, so
dass sie beim Orgasmus keine
Ejakulation
haben und auch keine Kinder zeugen können.
Chemotherapie bei Blasenkrebs
Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie hängen von den Arzneimitteln und der Dosis ab, die ein Patient erhält, und davon, wie die Arzneimittel verabreicht werden. Außerdem sind die Nebenwirkungen, wie bei anderen Behandlungsformen,
individuell unterschiedlich.
Krebsarzneimittel, die lokal in die Harnblase eingebracht werden, können die Blase nach der Behandlung einige Tage lang reizen und zu Beschwerden oder
Blutungen führen. Manche Arzneimittel können bei Kontakt mit der Haut
oder den Geschlechtsorganen zu einem Ausschlag führen.
Manche Arzneimittel, die zur Behandlung von Blasenkrebs verwendet
werden, können auch zu einer Nierenschädigung führen. Die Patienten
erhalten während der Behandlung mit diesen Arzneimitteln große Mengen
Flüssigkeit. Krebsarzneimittel können auch Kribbeln in den Fingern,
Ohrensausen oder Hörstörungen verursachen. Diese Beschwerden bilden
sich nach Ende der Behandlung manchmal nicht zurück. Eine Patientenbroschüre des KID über Chemotherapie enthält hilfreiche Informationen über
diese Therapie und den Umgang mit Nebenwirkungen.
Immuntherapie bei Blasenkrebs
Bei einer immunologischen Behandlung mit BCG kann die Harnblase in den Tagen nach
der Behandlung gereizt sein. Dies kann insbesondere beim Wasserlassen zu Schmerzen
führen und Harndrang verursachen. Die Patienten können auch etwas Blut
im Urin und leicht erhöhte Temperatur haben und an Müdigkeit oder Übelkeit
leiden.
Andere Arten der Immuntherapie können grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost,
Fieber, Muskelschmerzen, Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
und Durchfall verursachen. Die Patienten können auch leichter bluten oder
blaue Flecken, einen Ausschlag oder Schwellungen bekommen. Diese Nebenwirkungen
sind manchmal schwerwiegend, klingen aber nach Behandlungsende wieder ab.





