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Blasenkrebs - Nebenwirkungen einer Blasenkrebs-Therapie

Die Nebenwirkungen können bei jedem Patienten unterschiedlich sein

Art und Schweregrad der Nebenwirkungen hängen in erster Linie von der gewählten Krebsbehandlung und ihrem Umfang ab. Sie können bei jedem Patienten unterschiedlich sein und sogar von einer Behandlungsphase zur nächsten voneinander abweichen.

Chirurgische Eingriffe im Zuge einer Therapie gegen Krebs

Die transurethrale Resektion (TUR) verursacht nur wenige Probleme. Manche Patienten haben in den Tagen nach dem Eingriff Blut im Urin und Beschwerden oder Schmerzen beim Wasserlassen.

Nach einer Operation an der Harnblase, insbesondere nach einer radikalen Zystektomie, haben die Patienten in den ersten Tagen nach der Operation häufig Schmerzen. Diese lassen sich jedoch mit Schmerzmitteln beheben. Die Patienten sollten sich nicht scheuen, mit dem Arzt oder der Krankenschwester über schmerzlindernde Maßnahmen zu sprechen. Meist fühlen sich die Patienten nach einem Eingriff auch eine Zeit lang müde oder schwach. Wie rasch sich ein Patient erholt, ist individuell unterschiedlich.

Nach einer partiellen Zystektomie können die Patienten unter Umständen nicht mehr so viel Urin in ihrer Blase halten. In den meisten Fällen ist dieses Problem nur vorübergehend, aber bei manchen Patienten kann sich das Fassungsvermögen der Harnblase langfristig verändern.

Frauen, bei denen eine radikale Zystektomie durchgeführt wurde, können keine Kinder bekommen, denn dabei wird auch die Gebärmutter entfernt. Weil danach außerdem die Scheide enger oder kürzer sein kann, kann der Geschlechtsverkehr schwierig werden.

Früher waren alle Männer nach einer radikalen Zystektomie impotent, aber heute kann diese Nebenwirkung dank verbesserter Operationstechnik in den meisten Fällen vermieden werden. Jedoch produzieren Männer, bei denen die Prostata und die Samenbläschen entfernt wurden, keinen Samen mehr, so dass sie beim Orgasmus keine Ejakulation haben und auch keine Kinder zeugen können.

Chemotherapie bei Blasenkrebs

Die Nebenwirkungen einer Chemotherapie hängen von den Arzneimitteln und der Dosis ab, die ein Patient erhält, und davon, wie die Arzneimittel verabreicht werden. Außerdem sind die Nebenwirkungen, wie bei anderen Behandlungsformen, individuell unterschiedlich.

Krebsarzneimittel, die lokal in die Harnblase eingebracht werden, können die Blase nach der Behandlung einige Tage lang reizen und zu Beschwerden oder Blutungen führen. Manche Arzneimittel können bei Kontakt mit der Haut oder den Geschlechtsorganen zu einem Ausschlag führen.

Manche Arzneimittel, die zur Behandlung von Blasenkrebs verwendet werden, können auch zu einer Nierenschädigung führen. Die Patienten erhalten während der Behandlung mit diesen Arzneimitteln große Mengen Flüssigkeit. Krebsarzneimittel können auch Kribbeln in den Fingern, Ohrensausen oder Hörstörungen verursachen. Diese Beschwerden bilden sich nach Ende der Behandlung manchmal nicht zurück. Eine Patientenbroschüre des KID über Chemotherapie enthält hilfreiche Informationen über diese Therapie und den Umgang mit Nebenwirkungen.

Immuntherapie bei Blasenkrebs

Bei einer immunologischen Behandlung mit BCG kann die Harnblase in den Tagen nach der Behandlung gereizt sein. Dies kann insbesondere beim Wasserlassen zu Schmerzen führen und Harndrang verursachen. Die Patienten können auch etwas Blut im Urin und leicht erhöhte Temperatur haben und an Müdigkeit oder Übelkeit leiden.

Andere Arten der Immuntherapie können grippeähnliche Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Muskelschmerzen, Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Die Patienten können auch leichter bluten oder blaue Flecken, einen Ausschlag oder Schwellungen bekommen. Diese Nebenwirkungen sind manchmal schwerwiegend, klingen aber nach Behandlungsende wieder ab.

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.