www.onkologie.hexal.deDarmkrebs - Ursachen & Risikofaktoren
Wer ist gefährdet?
Die genauen Ursachen für Darmkrebs sind unbekannt. Nur in seltenen Fällen können Ärzte erklären, warum ein Mensch die Erkrankung entwickelt und ein anderer nicht. Eines steht aber fest: Darmkrebs ist nicht infektiös und niemand kann sich mit dieser Erkrankung bei jemand anderem anstecken.Forschungsergebnissen zufolge entwickeln Menschen mit gewissen Risikofaktoren Darmkrebs eher als Menschen ohne diese. Als Risikofaktor wird alles bezeichnet, was mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Erkrankung einhergeht.
In Studien wurden die folgenden Risikofaktoren für Darmkrebs beobachtet:
- Alter: Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung
von Darmkrebs steigt mit dem Alter. Mehr als 90% der Menschen, bei
denen die Diagnose gestellt wird, sind über 50 Jahre alt. Das
durchschnittliche Alter bei Diagnosestellung ist etwa Mitte 60.
- Kolorektale Polypen: Polypen sind Wucherungen an der inneren
Kolon- oder Rektumwand, die bei Menschen über 50 Jahren
häufig vorkommen. Die meisten Polypen sind gutartig, aber einige
Polypen (Adenome) können sich zu Krebs entwickeln. Die Auffindung
und Entfernung von Polypen kann das Darmkrebsrisiko
verringern.
- Darmkrebs in der Familie: Enge Blutsverwandte (Eltern, Brüder,
Schwestern oder Kinder) einer Person mit Darmkrebs in der Vorgeschichte,
haben selbst ein höheres Risiko für die Entwicklung
dieser Erkrankung, vor allem wenn der Krebs beim Verwandten in
jungen Jahren auftrat. Wenn mehrere enge Blutsverwandte Darmkrebs
in ihrer Vorgeschichte haben, ist das Risiko noch größer.
- Genetische Veränderungen: Das Darmkrebsrisiko wird durch
Veränderungen gewisser Gene erhöht.
- Der erbliche (hereditäre) nicht polypöse Kolonkrebs
(HNPCC)
ist der häufigste vererbbare (genetisch bedingte)
Darmkrebs. Er macht etwa 2% aller Darmkrebsfälle aus und wird
durch Veränderungen in einem HNPCC-Gen verursacht. Etwa 3
von 4 Menschen mit verändertem HNPCC-Gen entwickeln Darmkrebs,
wobei das Durchschnittsalter bei Diagnose 44 Jahre beträgt.
- Die familiäre adenomatöse Polypose (FAP) ist eine seltene,
vererbbare Erkrankung, bei der es zur Bildung von hunderten
Polypen im Dick- und Mastdarm kommt. Sie wird durch eine
Veränderung in einem bestimmten Gen, das APC-Gen genannt
wird, verursacht. Wenn die FAP nicht behandelt wird, führt sie
gewöhnlich spätestens im Alter von 40 Jahren zu Darmkrebs.
Die FAP macht weniger als 1 % aller Fälle mit Kolorektalkrebs
aus.
- Der erbliche (hereditäre) nicht polypöse Kolonkrebs
(HNPCC)
ist der häufigste vererbbare (genetisch bedingte)
Darmkrebs. Er macht etwa 2% aller Darmkrebsfälle aus und wird
durch Veränderungen in einem HNPCC-Gen verursacht. Etwa 3
von 4 Menschen mit verändertem HNPCC-Gen entwickeln Darmkrebs,
wobei das Durchschnittsalter bei Diagnose 44 Jahre beträgt.
- Darmkrebs in der persönlichen Vorgeschichte: Ein Mensch, der
bereits einmal an Darmkrebs erkrankt war, kann diesen auch ein
zweites Mal entwickeln. Ebenso haben Frauen mit Eierstock-,
Gebärmutter- oder Brustkrebs in der Vorgeschichte ein erhöhtes
Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.
- Colitis ulcerosa und Morbus Crohn: Ein Mensch, der über Jahre
hinweg an einer Erkrankung leidet, die zu einer Dickdarmentzündung
führt, hat ein erhöhtes Darmkrebsrisiko.
- Ernährung: Studien weisen darauf hin, dass eine Ernährung, die
reich an Fett (vor allem tierischen Fetten), aber arm an Kalzium,
Folsäure und Fasern (z. B. aus Obst und Gemüse) ist, das Darmkrebsrisiko
erhöhen kann. Der Einfluß der Ernährung auf das Krebsrisiko
ist allerdings nicht sehr groß. Insbesondere gibt es wenig
Daten, die zeigen, dass man durch bestimmte Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel
das Risiko an Darmkrebs zu erkranken verringern
kann.
- Raucher: Raucher haben ein höheres Risiko für die Entwicklung von Polypen und von Krebs.





