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Darmkrebs - Ursachen & Risikofaktoren

Wer ist gefährdet?

Die genauen Ursachen für Darmkrebs sind unbekannt. Nur in seltenen Fällen können Ärzte erklären, warum ein Mensch die Erkrankung entwickelt und ein anderer nicht. Eines steht aber fest: Darmkrebs ist nicht infektiös und niemand kann sich mit dieser Erkrankung bei jemand anderem anstecken.

Forschungsergebnissen zufolge entwickeln Menschen mit gewissen Risikofaktoren Darmkrebs eher als Menschen ohne diese. Als Risikofaktor wird alles bezeichnet, was mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung einer Erkrankung einhergeht.

In Studien wurden die folgenden Risikofaktoren für Darmkrebs beobachtet:

  • Alter: Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Darmkrebs steigt mit dem Alter. Mehr als 90% der Menschen, bei denen die Diagnose gestellt wird, sind über 50 Jahre alt. Das durchschnittliche Alter bei Diagnosestellung ist etwa Mitte 60.

  • Kolorektale Polypen: Polypen sind Wucherungen an der inneren Kolon- oder Rektumwand, die bei Menschen über 50 Jahren häufig vorkommen. Die meisten Polypen sind gutartig, aber einige Polypen (Adenome) können sich zu Krebs entwickeln. Die Auffindung und Entfernung von Polypen kann das Darmkrebsrisiko verringern.

  • Darmkrebs in der Familie: Enge Blutsverwandte (Eltern, Brüder, Schwestern oder Kinder) einer Person mit Darmkrebs in der Vorgeschichte, haben selbst ein höheres Risiko für die Entwicklung dieser Erkrankung, vor allem wenn der Krebs beim Verwandten in jungen Jahren auftrat. Wenn mehrere enge Blutsverwandte Darmkrebs in ihrer Vorgeschichte haben, ist das Risiko noch größer.

  • Genetische Veränderungen: Das Darmkrebsrisiko wird durch Veränderungen gewisser Gene erhöht.

    • Der erbliche (hereditäre) nicht polypöse Kolonkrebs (HNPCC) ist der häufigste vererbbare (genetisch bedingte) Darmkrebs. Er macht etwa 2% aller Darmkrebsfälle aus und wird durch Veränderungen in einem HNPCC-Gen verursacht. Etwa 3 von 4 Menschen mit verändertem HNPCC-Gen entwickeln Darmkrebs, wobei das Durchschnittsalter bei Diagnose 44 Jahre beträgt.

    • Die familiäre adenomatöse Polypose (FAP) ist eine seltene, vererbbare Erkrankung, bei der es zur Bildung von hunderten Polypen im Dick- und Mastdarm kommt. Sie wird durch eine Veränderung in einem bestimmten Gen, das APC-Gen genannt wird, verursacht. Wenn die FAP nicht behandelt wird, führt sie gewöhnlich spätestens im Alter von 40 Jahren zu Darmkrebs. Die FAP macht weniger als 1 % aller Fälle mit Kolorektalkrebs aus.

    Familienangehörige von Menschen mit HNPCC oder einer FAP können eine genetische Untersuchung zur Erkennung von spezifischen genetischen Veränderungen durchführen lassen. Wenn genetische Veränderungen vorliegen, können Ärzte Möglichkeiten zur Verringerung des Krebsrisikos oder für eine bessere Erkennung der Erkrankung empfehlen. Bei Erwachsenen mit FAP wird der Arzt ggf. eine Operation zur Entfernung von Teilen oder des gesamten Kolons und Rektums empfehlen.

  • Darmkrebs in der persönlichen Vorgeschichte: Ein Mensch, der bereits einmal an Darmkrebs erkrankt war, kann diesen auch ein zweites Mal entwickeln. Ebenso haben Frauen mit Eierstock-, Gebärmutter- oder Brustkrebs in der Vorgeschichte ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

  • Colitis ulcerosa und Morbus Crohn: Ein Mensch, der über Jahre hinweg an einer Erkrankung leidet, die zu einer Dickdarmentzündung führt, hat ein erhöhtes Darmkrebsrisiko.

  • Ernährung: Studien weisen darauf hin, dass eine Ernährung, die reich an Fett (vor allem tierischen Fetten), aber arm an Kalzium, Folsäure und Fasern (z. B. aus Obst und Gemüse) ist, das Darmkrebsrisiko erhöhen kann. Der Einfluß der Ernährung auf das Krebsrisiko ist allerdings nicht sehr groß. Insbesondere gibt es wenig Daten, die zeigen, dass man durch bestimmte Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel das Risiko an Darmkrebs zu erkranken verringern kann.

  • Raucher: Raucher haben ein höheres Risiko für die Entwicklung von Polypen und von Krebs.
Menschen, die für sich ein höheres Risiko sehen, sollten dies mit ihrem Arzt besprechen. Der Arzt kann Möglichkeiten zur Risikoverringerung aufzeigen und entsprechende Kontrolluntersuchungen planen.

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