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Eierstockkrebs - Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen bei Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung

Nützliche Informationen zum Umgang mit Nebenwirkungen erteilen z. B. die Krebsgesellschaften.

Chirurgischer Eingriff

Der chirurgische Eingriff bei Eierstockkrebs ist eine große Operation. Die Patientin kann in den ersten Tagen nach dem Eingriff Schwierigkeiten beim Wasserlassen und beim Stuhlgang haben. Zur Schmerzlinderung und Vorbeugung oder Behandlung von Infektionen können Medikamente und andere lindernde Maßnahmen verordnet werden. Nach der Operation ist die Frau für einige Zeit in bestimmten Aktivitäten eingeschränkt, damit die Heilung stattfinden kann. Bei Schmerzen sollte sie den Arzt um ein Schmerzmittel bitten. Wenn bei jüngeren Frauen die Eierstöcke entfernt werden, fehlt dem Körper die natürliche Estrogenquelle. Dadurch kommt es zu Erscheinungen, die bei gesunden Frauen erst mit dem Beginn der Wechseljahre auftreten. Die Beschwerden treten im Allgemeinen bald nach dem Eingriff auf. Bei gesunden Frauen wird bei Wechseljahresbeschwerden, z. B. Hitzewallungen und Scheidentrockenheit, häufig eine Hormonersatztherapie durchgeführt. Nutzen und mögliche Gefahren einer Hormonersatztherapie bei Frauen mit Eierstockkrebs wurden noch nicht in Studien untersucht. Die Patientin sollte Risiken und Vorteile mit ihrem Arzt besprechen.

Chemotherapie

Die Nebenwirkungen der Chemotherapie hängen vor allem von den jeweils verabreichten Arzneimitteln ab. Außerdem können bei jeder Patientin andere Nebenwirkungen auftreten. Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Eierstockkrebs können besonders die Nieren schädigen. Um die Nieren während der Verabreichung zu schützen, erhalten die Patientinnen große Flüssigkeitsmengen. Diese Arzneimittel können auch ein Stechen in den Fingern oder Zehen sowie Ohrenklingeln oder Hörstörungen hervorrufen. Manchmal halten diese Beschwerden auch nach Beendigung der Behandlung an.

Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie des Unterbauchs kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Beschwerden beim Wasserlassen hervorrufen. Der Arzt wird eventuell eine Ernährungsumstellung oder Arzneimittel empfehlen, die diese Beschwerden lindern. Eine Strahlentherapie bei Eierstockkrebs kann auch zu Scheidentrockenheit führen, die beim Geschlechtsverkehr störend sein kann. Möglicherweise wird der Patientin geraten, während der Behandlung keinen Geschlechtsverkehr zu haben. Viele Frauen können jedoch einige Wochen nach Beendigung der Strahlenbehandlung ihre sexuelle Aktivität in gewohnter Weise wieder aufnehmen.

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.