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Leukämie - Was ist Leukämie?

Wissenswertes über Leukämie

Die Zahl der Leukämie-Erkrankungen ist in den letzten Jahren in etwa konstant geblieben. In Deutschland erkranken jährlich etwa 10.000 Menschen an Leukämie, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind. Es handelt sich dabei zum größten Teil um Erwachsene, Leukämie tritt aber auch bei Kindern auf. Die Seite soll Informationen über die verschieden Formen der Leukämie geben und zu möglichen Anzeichen, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten aufklären.

Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des Blutes, die durch eine erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen gekennzeichnet ist und auch Blutkrebs genannt wird. Sie werden als Systemerkrankungen bezeichnet, da sie im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen durch Verteilung der Zellen im Blut und Knochenmark den ganzen Körper betreffen.

Leukämie kann unterteilt werden in die akute myeloische Leukämie und die akute lymphatische Leukämie. Unabhängig davon welche Art der Leukämie vorliegt, bedürfen die Patienten einer sofortigen und intensiven Leukämie-Therapie, die meist aus einer Kombination verschiedener Zytostatika besteht.

Blutzellen und ihren Aufgaben

Das Blut transportiert sowohl Sauerstoff als auch Hormone und Nährstoffe. Es enthält sowohl rote Blutkörperchen auch Erythrozyten genannt, die den lebensnotwendigen Sauerstoff in die Organe und Gewebe des Körpers transportieren als auch weiße Blutkörperchen auch Leukozyten genannt. Diese werden je nach Funktion unterteilt in Lymphozyten und Granulozyten, mit ihrerseits verschiedenen Untertypen Monozyten und dendritische Zellen. Die Leukozyten sind wesentliche Bestanteile des Immunsystems und sind somit für die körpereigene Abwehr verantwortlich. Ihre Aufgabe besteht darin, körperfremde Elemente wie Bakterien, Viren oder Pilze zu erkennen und sie unschädlich zu machen. Die Blutzellen entwickeln sich unabhängig von ihrer späteren Funktion aus gemeinsamen Vorläuferzellen, den so genannten Stammzellen. Nach Reifung im Knochenmark werden sie in die Blutbahn abgegeben. Lediglich ein Teil der Lymphozyten reifen erst im lymphatischen Gewebe, z.B. im Lymphknoten, der Milz, den Mandeln und der Thymusdrüse zu voller Funktionsfähigkeit heran. Da die ausdifferenzierten Zellen nur eine relativ kurze Lebensdauer haben, muss durch das Knochenmark gewährleistet sein, dass immer wieder Blutzellen produziert werden, so dass lebenswichtige Funktionen ausgeführt werden können.

Man unterscheidet chronische und akute Leukämien

Akute Leukämien entwickeln sich sehr rasch und zeichnen sich durch schwere Krankheitssymptome und Fieber aus, wobei die chronische Form eher schleichend verläuft. Außerdem kann die Erkrankung in myeloische und lymphatische Formen unterteilt werden. Die Ursache der myeloischen Leukämie sind die Granulozyten, die Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen. Durch unkontrollierte Teilung verdrängen und zerstören die Granulozyten das Knochenmark.

Es gibt keine charakteristischen Symptome für Leukämie. Wenn der Verdacht besteht, dann muss sowohl eine Blutuntersuchung als auch ein Knochenmarkuntersuchung durchgeführt werden, um zu einer sicheren Leukämie-Diagnose zu kommen. Gute Heilungschancen bei Leukämie bieten sich mit einer erfolgreichen Knochenmarktransplantation, der aber eine intensive Chemotherapie vorausgeht.

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