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Lungenkrebs - Ursachen & Risiko

Rauchen erhöht das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken

Es gibt mehrere Ursachen für Lungenkrebs. Die meisten hängen mit dem Tabakgenuss zusammen. Etwa jeder zehnte Raucher erkrankt im Laufe seines Lebens, im Durchschnitt 30-40 Jahre nach Beginn mit dem Rauchen. Bei Männern sind bis zu 90%, bei Frauen bis zu 60% der Lungenkrebserkrankungen auf das aktive Rauchen zurückzuführen.

Zigaretten:
Zigarettenrauchen kann Lungenkrebs verursachen. Schadstoffe (Karzinogene) im Tabak schädigen die Zellen in den Lungen. Im Laufe der Zeit wandeln sich die geschädigten Zellen in Krebszellen um. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Raucher Lungenkrebs bekommt, hängt davon ab, in welchem Alter er zu rauchen begonnen und wie lange er geraucht hat, wie viele Zigaretten er täglich raucht und wie tief und wie heftig er den Rauch inhaliert. Wer nicht raucht hat ein geringeres Lungenkrebsrisiko. Mit dem Rauchen aufzuhören reduziert das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken erheblich.

Zigarren und Pfeife:
Auch bei Zigarren- und Pfeifenrauchern ist das Lungenkrebsrisiko höher als bei Nichtrauchern. Das Risiko hängt davon ab, wie viele Jahre geraucht wurde, wie viele Zigarren bzw. Pfeifen pro Tag geraucht wurden und wie tief der Rauch inhaliert wurde. Aber auch wenn der Rauch nicht inhaliert wird, ist das Risiko von Lungen-, Mundhöhlen- und Hals- Nasen-Ohren-Krebs sowie Krebserkrankungen von Luft- und Speiseröhre erhöht. Das gilt auch für Zigarettenraucher!

Passivrauchen:
Die Gefahr an Lungenkrebs zu erkranken nimmt geringfügig zu, wenn in der unmittelbaren Umgebung geraucht wird.

Radon:
Das unsichtbare, geruchlose und geschmacklose radioaktive Gas, das in der Natur im Boden und in Felsen vorkommt, kann die Lungen schädigen und zu Lungenkrebs führen. Besonders Bergleute können Radon ausgesetzt sein. In manchen Regionen ist Radon in Wohnhäusern, vor allem in schlecht gelüfteten Betonkellern oder in Kellerwohnungen nachweisbar. Wenn Personen, die aufgrund einer Radonbelastung ohnehin gefährdet sind, zusätzlich rauchen, steigt das Lungenkrebsrisiko.

Asbest:
Als Asbest wird eine Gruppe von Mineralien bezeichnet, die von Natur aus in Form von Fasern vorkommen. Asbest wird in einigen Zweigen der modernen Industrie verwendet. Asbestfasern zerbrechen leicht in winzige Partikel, die in der Luft schweben und sich an die Kleidung heften. Werden diese Partikel eingeatmet, setzen sie sich in den Lungenbläschen fest, schädigen die Zellen und erhöhen das Lungenkrebsrisiko. Einschlägige Studien ergaben, dass das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, bei Arbeitern mit starker Asbestbelastung drei- bis viermal höher war als bei Arbeitern, die nicht mit Asbest in Berührung kommen. Industriezweige, bei denen mit Asbestbelastung gerechnet werden muss, sind z. B. Schiffsbau, Asbestbergbau und Asbestverarbeitung. Auch Arbeiter, die Isolierungsarbeiten durchführen oder Bremsen reparieren, können stark belastet sein. Bei Asbestarbeitern, die gleichzeitig rauchen, steigt das Lungenkrebsrisiko noch weiter an. Arbeiter, die mit Asbest zu tun haben, sollten unbedingt die Schutzausrüstung benutzen, die ihnen vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird, und die empfohlenen Schutzmaßnahmen befolgen.

Umweltverschmutzung:
Es gibt Experten, die einen Zusammenhang zwischen Lungenkrebs und der Schadstoffbelastung der Luft vermuten. Dies wird z. B. für Nebenprodukte aus der Verbrennung von Dieselkraftstoff und einigen anderen Brennstoffen diskutiert. Der Zusammenhang ist allerdings bislang nicht eindeutig geklärt. Weitere Forschungsarbeiten hierzu werden durchgeführt.

Lungenerkrankungen:
Bestimmte Lungenerkrankungen wie z. B. Tuberkulose (Tb) erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. Lungenkrebs entwickelt sich bevorzugt in jenen Bereichen der Lunge, die infolge der Tb-Erkrankung vernarbt sind. Auch hier sind Raucher besonders gefährdet.

Vorgeschichte:
Bei Personen, die bereits einmal an Lungenkrebs erkrankt waren, ist das Risiko einer erneuten Erkrankung höher als bei Personen ohne eine solche Vorgeschichte. Raucher sollten nach der Diagnose Lungenkrebs das Rauchen aufgeben, um das Risiko einer Zweiterkrankung zu vermindern. Die Ursachen von Lungenkrebs sowie Möglichkeiten zur Vorbeugung werden weiterhin wissenschaftlich untersucht. Für Raucher besteht die beste Vorbeugung gegen Lungenkrebs darin, sich das Rauchen abzugewöhnen. Je früher man das Rauchen aufgibt, desto besser. Aber es ist nie zu spät, um einen Nutzen davon zu haben.

Die beste Vorbeugung gegen Lungenkrebs besteht darin, sich das Rauchen abzugewöhnen bzw. gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen.


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