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Lymphome - Was sind Lymphome?

Non-Hodgkin-Lymphome sind relative selten.

Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 7.000 Männer und 6.000 Frauen daran. Die Neuerkrankungsrate ist in den letzten Jahren gestiegen, wobei die Ursache unklar ist. Das mittlere Erkrankungsalter beträgt bei Männern 66 Jahre und bei Frauen 70 Jahre. Diese Seite soll über die verschienen Lymphom-Formen informieren und einen Überblick über mögliche Symptome, Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten geben. Aber sie soll auch Interessierte ansprechen, die sich über Lymphome informieren wollen.

Maligne Lymphome können aufgrund der Struktur des lymphatischen Systems mit einzelnen Zellen über den ganzen Körper verteilt sein. Teilweise haben sie dann das Erscheinungsbild einer Leukämie, mit vielen weißen Blutzellen im Blutbild. Sie können aber auch als große Lymphknotenschwellungen und als einzelne Tumore in Erscheinung treten, vor allem in einigen Organen wie etwa dem Magen, den Knochen oder der Haut.

Das lymphatische System

Das lymphatische System ist mit seinen Geweben und Zellen über den ganzen Körper verteilt. Es bildet einen Teil des Immunsystems. Die Aufgaben sind die Abwehr von Krankheitserregern und die Reinigung und Entgiftung körpereigener Abbauprodukte.

    Zum lymphatischen Gewebe gehören:
  • Lymphgefäße und Lymphkknoten
  • Milz
  • Spezialisierte Gewebe im Magen-Darm-Trakt und im Rachen.
    Im Körper bilden viele Lymphknoten regelrechte Gruppen. Sie umgeben gemeinsam jeweils ein bestimmtes Organ und leiten auch meist zu einem gemeinsamen Hauptlymphgefäß zu: Diese Gruppen werden auch als Lymphknotenstationen bezeichnet
    Zum "Organ" Lymphsystem gehört außerdem
  • Die Lymphflüssigkeit, die jede Körperzelle umspült und in den Lymphbahnen transportiert wird. Sie fungiert als Transportmedium für benötigte wie auch nicht mehr gebrauchte Stoffe im Körper, zum Beispiel Zelltrümmer.
  • Die Lymphbahnen nehmen die Lymphe auf, sammeln sie und leiten sie schließlich in den Blutkreislauf über. In ihr wandern aber auch einige Zellen des Immunsystems an ihren Einsatzort.
  • Vorgeschaltet sind Lymphknoten, sie dienen als eine Art Filterstation.
  • Lymphozyten: Zellen des Immunsystems

    Bei Lymphomen sind die Zellen des lymphatischen Systems betroffen. Sie nennt man Lymphozyten. Sie gehören zu den weißen Blutkörperchen und haben in gesundem Zustand zentrale Aufgaben in der Immunabwehr.

    Bei den Lymphozyten unterscheidet man je nach Funktion und Entwicklung die B- und T- Lymphozyten. Das B bei den B-Lymphozyten steht für Bone narrow, was Knochenmark bedeutet. Das heißt, dass diese Art der Lymphozyten im Knochenmark zu funktionstüchtigen Abwehrzellen heranreifen. Dem gegenüber stehen die T-Lymphozyten, die im Thymus außerhalb des Knochenmarks ausreifen. Die verschiedenen Gruppen der Lymphozyten stehen über bestimmte Signalmoleküle in Verbindung, aber sie unterscheiden sich in ihren Aufgaben. Die B-Lymphozyten haben die Aufgabe Antikörper zu produzieren. Antikörper sind kleine Eiweißmoleküle, die sich an Krankheitserreger hängen, diese damit als „fremd“ markieren, so dass sie dann sowohl für sogenannte Fresszellen (Makrophagen) als auch für Killerzellen (T-Lymphozyten) erkennbar sind und zerstört werden können.

    Krebserkrankungen des lymphatischen Systems

    Der Begriff maligne Lymphome bedeutet bösartige Lymphknotengschwülste. Diese können unterteilt werden in Hodgkin-Lymphome (auch Morbus Hodgkin) genannt und Non-Hodgkin-Lymphome, die ihrerseits noch mal in verschieden Formen unterteilt werden können.

      Dazu gehören z.B.:
    • Die chronisch lymphatische und die Haarzell-Leukämie. Letzteres tritt wesentlich seltener auf, ähnelt im Verlauf aber der chronisch lymphatischen Leukämie
    • MALT-Lymphome, die meist im Verdauungstrakt auftreten
    • Kutane T-Zell-Lymphome, die die Haut befallen
    • Das multiple Myelom (Plasmozytom) ist in der Lage Knochentumore zu bilden.

    Aufgrund dieser großen Formenvielfalt der Erkrankung gibt es nicht nur eine Therapie, sondern viele verschiedene, die sich nach dem jeweiligen Krankheitsverlauf richten.

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